st hat, bald nach Portugal herüberschwappt. Die Immobilienpreise sind jedenfalls ähnlich schwindelerregend, während die Bauqualität keineswegs europäischen Standards entspricht. Da, wo die Kolonialisten den Markt noch nicht unter sich aufgeteilt haben und die Speisekarten mehr als British Breakfast oder Fish & Chips aufweisen, sind die Preise noch erfrischend moderat. Vor allem nationale Güter des täglichen Bedarfs wie Fleisch oder Gemüse kosten vielleicht einen Drittel des Schweizer Ladenpreises, und Schweizer Cafetiers würden bei Espresso-Preisen von ca. 95 Rp. wohl fluchtartig das Weite suchen.
Dennoch arbeiten viele sechs oder gar 7 Tage die Woche. Das Päärchen im einzigen Internet-Café im Dorf beispielsweise ist sieben Tage von 07.00-24.00 Uhr präsent, und auch die Bauarbeiten gehen an den Samstagen ganz normal weiter.

Ein deutlicher Kontrast zum Tempo vieler Portugiesen im Strassenverkehr, die gerne auch mal mit 20 oder 30km/h vor sich hin fahren. Immerhin um einiges schneller als die Pferdefuhrwerke oder Eselskarren, die im Landesinnern regelmässig unterwegs sind. Noch gemütlicher als die Bauern oder Fischer nehmen es jedoch die älteren Männer, die mit Pullover und Mütze bewaffnet den ganzen lieben Tag vor dem Haus sitzen und das Tagesgeschehen kommentieren - sofern ihnen denn jemand zuhören mag.
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